Umhängetasche aus Fahrrad-Schläuchen

Simsalamim-Miriam-Krammer-DIY-Upcycling-Fahrrad-schlauch-tasche

Als begeisterte Fahrradfahrerin finde ich alle Upcycling-Projekte, die sich um Fahrradteile, wie Schläuche, Felgen, das Gestell oder Lenker drehen (weitere Links findet ihr weiter unten), besonders schick. Ich wollte ein eigenes Projekt dazu machen – als Fan außergewöhnlicher Taschen fiel meine Wahl auf einen neuen „Zeger„, wie man bei uns in good-old Ottakring sagt.

Als Materialien habe ich Fahrradschläuche und ein altes, aber schön gemustertes Geschirrtuch vom Flohmarkt verwendet. Auch der Trageriemen besteht aus einem Fahrradschlauch. Zugekauft sind lediglich Zippverschluss, Magnetverschluss, Plastikverbindungen für den Trageriemen und etwas Garn. Wenn man selbst nicht genügend Fahrradschläuche für dieses Projekt habt, fragt einfach bei einer Fahrrad-Werkstatt nach. Dort werden ausgewechselte Schläuche ohnehin weggeschmissen. Wenn man nett fragt, wird man gerne damit versorgt! 😉

Materialien:

  • Fahrradschläuche
  • Stoff für Innenfutter
    (Ich habe ein altes Geschirrtuch wegen des schönen Musters verwendet)
  • Zippverschluss
  • Schrägband
  • Magnetverschluss
  • Plastikverbindung für Trageriemen

 

Werkzeug:

  • Gute Nähmaschine
  • Ledernadel
  • starke Nadel für händische Näharbeiten
  • Stecknadeln, Garn, Malerband

 

Zuallererst muss man sich den Außenstoff zusammennähen. Also die Fahrradschläuche längs aufschneiden, gründlich reinigen und dann die einzelnen Bahnen je nach Größe der Tasche auflegen. Um mir eine Naht zu ersparen, habe ich das Material doppelt genommen und umgeschlagen – so musste ich nur durch Seitennähte das Futter und den Außenstoff aus Fahrradschläuchen verbinden.
Damit die Schlauchbahnen nicht verrutschen, habe ich sie an der Rückseite mit Malerband zusammengeklebt. Damit rutscht das Material auch besser durch die Nähmaschine.

Man kann sich auch behelfen, indem man Seidenpapier unter bzw. auf die Schlauchbahnen legt und mitvernäht. Dieses reißt man danach einfach hinunter.

Dann geht es schon ans Nähen: Ich habe ich einen kontrastfarbenen Zwirn  in Magenta und einen Zickzack-Stich verwendet. Als Nadel wird in anderen Blogs eine Ledernadel empfohlen – hat bei mir ganz gut funktioniert. Allerdings hat die Maschine hin und wieder ein paar Stiche ausgelassen, mal enger oder weiter genäht. Ich habe diese Mängel einfach hingenommen. Es ist schlicht und einfach kein Material, dass sich leicht bearbeiten lässt. Außerdem kann man diese „trashigen“ Nähte ja auch als Stil-Mittel betrachten. 😉

Danach geht es ans Futter. Hier kann (muss man aber nicht) Innentaschen einarbeiten. Ohne Taschen reicht ein Stück Stoff in der Breite der Tasche (+ 2 cm Nahtzugabe) und der doppelten Höhe der Tasche (+ 10 cm Zugabe zum Umschlagen).

Innentaschen einarbeiten wollen, gibt es mehrere Möglichkeiten: Mit Zippverschluss, ein Fach aus Stoff… Ich habe eine große Innentasche mit einem verdeckten Zippverschluss gemacht. Hier findet ihr eine tolle Anleitung, wie das gelingt. Für das Fach habe ich eine weitere Stofflage auf die andere Seite des Futters genäht.

Dann den Außenstoff links auf links auf das Innenfutter legen. Die Seiten, die später sichtbar sein sollen, sind beide sichtbar. Dort, wo später die Öffnung der Tasche sein wird, wird der Innenstoff umgeschlagen und an das Außenmaterial genäht. So ist das Muster später auch  außen als horizontaler Streifen sichtbar.

Dann werden beide Lagen gemeinsam umgeschlagen – sodass das Innenfutter außen liegt. Seitlich mit einem geraden Stich vernähen und den überflüssige Nahtzugabe abschneiden. Dann  farblich passendes Schrägband auf die Kanten legen und annähen. So ist die häßliche Nahtzugabe verdeckt.

Dann die Tasche umschlagen, damit das Innenfutter innen liegt und den Magnetverschluss auf beiden Seiten am Futter anbringen.

Auch die Träger habe ich erst am Schluss angebracht. Dazu habe ich die Verbindungsstücke aus Plastik mit selbstgenähten Schleifen an der Außenseite der Tasche angenäht. Dann einen (nicht aufgeschnittenen) Fahrradschlauch in der passenden Länge für den Riemen durchgefädelt, die Enden miteinander vernäht.

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